DEPRAG Neuheit

NANOMAT ®

Der neue DEPRAG Schrauber für Ihre Kleinstmontagen ...Details

  • Kleinste Drehmomente von 8 Nmm bis 300 Nmm

  • Höchste Abschaltgenauigkeit

  • Für Ihre Anwendungen im handgeführten und stationären Bereich

Statistische Grundlagen

in der Schraubtechnik

Die Einhaltung einer gleichbleibenden Fertigungsqualität erfordert den Einsatz genaues­­ter Fertigungsmittel sowie geeigneter Kontrollmechanismen. Durch neue, strenger ge­fasste Bestimmungen zur Produkthaftung werden dabei die Anforderungen an die Dokumentation der Fertigungsqualität auch weiterhin steigen. Insbesondere die Automobilindustrie hat hierbei eine Vorreiterrolle übernommen und zwingt Zulieferer zu ähnlichen Maßnahmen. Dies gilt in besonderem Maße auch für das automatische Verschrau­ben.

Neben der Auswahl geeigneter Mess­grö­ßen (Anzugsmoment, Drehwinkel, Schraubtiefe, Furchmoment, etc.) geht es dabei vor allem um die statistische Beurteilung der erzielten Ergebnisse.

Es existieren eine Reihe verschiedener math­ematischer Verteilungsmodelle. Die Verschraubungen lassen sich am einfachs­ten durch die Normalverteilung nach Gauß darstellen, die als bekannteste Verteilung auch den Vorteil relativ einfacher mathe­ma­tischer Zusammenhänge bietet.

Gauß'sche Normalverteilung

Mittelwert:

Der Mittelwert einer Messreihe kann als arithmetisches oder geometrisches Mittel bestimmt werden. In diesem Zusammenhang ist immer das arithmetische Mittel x nach folgender Formel zu berechnen:

Messreihe:

Die Messreihe bezeichnet eine Reihe von Messwerten, die unter den gleichen Bedingungen ermittelt wurden. Für die Gewinnung statistischer Aussagen ist die Mindestgröße der Messreihe 10 Werte, besser noch sind 50 Werte.

Standardabweichung:

Die Standardabweichung der Messreihe bezeichnet die mittlere Differenz einzelner Messwerte bezogen auf den errechneten Mittelwert. Die Standardabweichung s wird nach folgender Formel berechnet:

Da die Standardabweichung als absoluter Betrag angegeben wird, muss der Wertebe­reich, der durch die Standadabweichung begrenzt wird, immer als ± Intervall verstan­den werden.

Üblicherweise wird die Genauigkeit eines Messgerätes oder eines Werkzeuges mit der relativen Standardabweichung angegeben. Sie ist auch für die Ableitung weiterer statistischer Größen von zentraler Be­deutung.

Bedeutung der Kenndaten der Normalverteilung:

Der Mittelwert der Messreihe ist der Wert, der dem wahren Wert mit der größten Wahr­scheinlichkeit am nächsten liegt. Diese Aussage gilt nur unter der Einschränkung einer hinreichend großen Zahl von Mess­werten. Im praktischen Gebrauch hat sich die Zahl von 10 Messwerten als die min­destens notwendige herausgestellt.  Werden mit einer Messreihe ausschließlich die zufälligen Fehler erfasst, wird sich die Verteilung der Ergebnisse nach der Gauß'schen Normalverteilung einstellen. Nach dieser Ver­teilungskurve kann aufgrund der mathemati­schen Zusammenhänge folgende Aussage getroffen werden:

68,26 % aller Messwerte werden in einem Bereich von ± 1 s liegen
95,44 % aller Messwerte werden in einem Bereich von ± 2 s liegen
99,73 % aller Messwerte werden in einem Bereich von ± 3 s liegen
99,99 % aller Messwerte werden in einem Bereich von ± 4 s liegen

Alle diese Aussagen können immer nur eine gewisse Wahrscheinlichkeit angeben, niemals jedoch eine absolute Angabe sein.

An dieser Stelle soll die Aussage, dass Drehmomente mit einer Genauigkeit von < ± 3 % Standardabweichung eingehalten werden können, präzisiert werden. Die Angabe der 3 % ist als prozentuale Angabe der Standardabweichung durch Bezug auf den zugehörigen Mittelwert errechnet. Prak­tische Versuche zeigen, dass dieser Wert in vielen Fällen bei DEPRAG Schraubwerkzeugen weit unterschritten wird.

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